The Sentinel Code 🐉
Sieben Regeln, die ich mir selbst immer wieder sage. Und die jeder kennen sollte, der viel mit KI arbeitet.
1
Gut formuliert heißt nicht richtig.
Eine KI schreibt immer schön. Auch wenn sie sich irrt.
2
Selbstsicher heißt nicht: Es stimmt.
Die KI klingt bei Fehlern genauso überzeugt wie bei Fakten.
3
Erst selbst nachdenken, dann fragen.
Wer immer zuerst die KI fragt, verlernt es selbst.
4
Misstrauen reicht nicht. Nachprüfen schützt.
Wer der KI nicht traut, fällt trotzdem auf sie herein.
5
Prüf das Wichtigste selbst nach.
Nicht alles. Aber die eine Sache, auf die es ankommt. Am besten direkt an der Quelle.
6
Gibt dir die KI recht, schau doppelt hin.
KIs neigen dazu, uns zuzustimmen. Und Fehler, die uns gefallen, bemerken wir am wenigsten.
7
Je wichtiger die Sache, desto genauer prüfen.
Bei Gesundheit, Geld und Recht ist ein Fehler teuer.
Und jetzt denkst du sicher: Mir passiert das nicht.
In einer Studie übersahen bis zu 80 Prozent die Fehler. Obwohl sie sich mit dem Thema auskannten.
Diese Regeln stützen sich auf aktuelle Forschung.
Quellen
- Regel 1 und 2 sowie der Schlusssatz: de Sá Siqueira, Bosse, Müller (Radboud University), Computers in Human Behavior: Artificial Humans, 2026. doi.org/10.1016/j.chbah.2026.100412
- Regel 3: Rani, Danry, Liang, Lippman, Maes (MIT Media Lab), CHI 2026. arxiv.org/abs/2510.01537
- Regel 4 und 7: Goulas, Megalokonomou, Sotirakopoulos, PNAS Nexus, 2026. doi.org/10.1093/pnasnexus/pgag146
- Regel 5: Hruschka, Appel, PLOS ONE, 2023. doi.org/10.1371/journal.pone.0283238
- Regel 5: Manhede et al., AI & SOCIETY, 2026. doi.org/10.1007/s00146-026-03373-3
- Regel 6: Cheng, Jurafsky et al., Science, 2026. doi.org/10.1126/science.aec8352